Innovatherm

 
Innovatherm - Unternehmen mit Zukunft
15.10.2019
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Nachhaltigkeit der neuen Klärschlammverordnung

SPD-Fraktion besucht Innovatherm

Die SPD-Fraktion informierte sich bei der Firma Innovatherm über die
bevorstehende Firmenerweiterung. Wie bekannt, plant Innovatherm aufgrund
der neuen Klärschlamm- verordnung eine Klärschlammtrocknungsanlage.
Klärschlamm war als Düngemittel in der Landwirtschaft lange Zeit gängige
Praxis. Mit der Überdüngung der Äcker und der Diskussionen um enthaltene
Schadstoffe wie Arzneimittelreste, hormonelle Stoffe, Mikroplastik und
Schwermetalle ist das nun vorbei. Die neue Verordnung führt aber in den
Kommunen teilweise zu Ratlosigkeit. Wohin mit dem Abfall?

In Lünen verbrennt die Firma Innovatherm seit 1997 Klärschlamm und plant
nun den Bau einer neuen Trocknungsanlage. Falko Lehrmann, Geschäftsführer
des Unternehmens und Ute Blöthe, zuständig für den Umweltschutz, berichteten
detailliert über die zukünftige Kreislaufwirtschaft rund um die im Klär-
schlamm enthaltenen Nährstoffe, über den Verzicht auf Primärenergie und die
gänzliche Vernichtung der oben erwähnten Schad-stoffe. So werden im größten
Wirbelschichtofen Europas die Abfälle thermisch verwertet oder beseitigt und
in der Dampfturbine dabei Strom erzeugt, der zum größten Teil in das Netz der
Lüner Stadtwerke eingespeist wird. Für die SPD-Fraktion eine erfreuliche
Zukunftsplanung, die den heutigen Voraussetzungen der Kreislaufwirtschaft
gerecht wird und bis zur Asche- und Gipsverladung in einem geschlossenen Kreis-
laufsystem abläuft. Zukünftig – spätestens ab 2029 – soll aus der Verbrennungs-
asche Phosphor zurückgewonnen werden. Ein Vorzeigeprojekt für die Stadt Lünen,
das alle Umweltstandards einhält, die strengen gesetzlichen Grenzwerte unter-
schreitet und dabei Arbeitsplätze sichert und neue schafft.



Doch eine Frage bleibt für die SPD-Fraktion zumindest offen, da die LKW-Verkehre
spürbar zunehmen werden – laut Verkehrsgutachten um 50 Fahrzeuge pro Tag. Gibt
es eine Art Betriebskonzept für den an- und abfahrenden LKW-Verkehr, um die
Innenstadt und ihre Stadtteile zu schonen? „Die meisten LKW-An- und Abfahrten“,
so Falko Lehrmann, „kommen vom Mutterkonzern Betrem aus Bottrop und erfolgen
ausschließlich über die Autobahn und die B 236 und tangieren die Innenstadt nicht“.
Dies wurde bisher schon so gehandhabt und wird es auch weiterhin. Wie sieht es
aber mit den An- und Abfahrten von Fremdunternehmen aus? „Eine Lösung“, so der
Geschäftsführer, „könnte eine vertraglich festgelegte Verkehrslenkung sein,
solange die Logistik per Bahn oder Schiff für diese Art von Abfällen noch nicht
ausgereift ist“.


Petra Klimek  
 

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