Städtepartnerschaft mit Bartin

 
Bartin weiterhin ein Städtepartner
12.02.2018
GFL-Antrag vom 12.01.2018
„Lünen lässt die Städtepartnerschaft mit der türkischen Stadt Bartin
ab sofort ruhen. Die Städtepartnerschaft kann wiederbelebt werden,
sobald die Türkei zu demokratischen und rechtsstaatlichen Prinzipien
zurückkehrt, alle willkürlich Inhaftierten freigelassen hat und die
Menschenrechte fortan beachtet.“

Stellungnahme der SPD-Fraktion
Ja, die Türkei hat sich seit dem Putschversuch von grundlegenden
demokratischen Grundsätzen entfernt und der Staatschef Erdogan
scheint das Land in Richtung einer Diktatur zu führen, aber:

Die Städtepartnerschaft besteht nicht mit der türkischen Regierung
oder Präsident Erdogan, sondern mit der Stadt Bartin und deren rund
60.000 Bürgerinnen und Bürgern.

kandidaten/2014-2020/uwe_walter.jpg "Trotz aller Probleme muss an der Städtepartnerstadt
gerade angesichts der aktuell schwierigen Lage in der
Türkei festgehalten werden. Ein Einfrieren oder gar
Aufkündigen der Partnerschaft würde die Beziehungen
kappen, die gerade jetzt sehr wichtig sind, um die
demokratischen und pro-europäischen Kräfte zu
stärken", so Uwe Walter - Vorsitzender des Arbeits-
kreises Kultur und Europaangelegenheiten.
.


Wir in Lünen erhoffen uns, gerade wegen des hohen Anteils der
türkischstämmigen Bevölkerung aus der Region um Bartin eine integrative
Wirkung. Durch ein Kennenlernen des Herkunftslandes der Türkeistämmigen
wird auch der Austausch innerhalb Lünens gefördert und der Dialog der
deutschen und deutsch-türkischen Bevölkerung Lünens gestärkt.

„Völkerverständigung fängt generell im Kleinen an. Wir wollen Beziehungen
in Bereichen wie Kultur, Bildung, Jugend, Sport, Tourismus und Wirtschaft
ausbauen und pflegen und wir wollen Bürgerinnen und Bürger beider Städte
dabei unterstützen Kontakte zu knüpfen und miteinander ins Gespräch kommen“,
sagte der damalige Bürgermeister Stodollick.

Hier geht es also um die Bürgerinnen und Bürger beider Kommunen und nicht um
die türkische Regierung oder gar Präsident Erdogan. Und gerade diese Menschen
beider Städte praktizieren den Austausch auf ganz unterschiedlichen Ebenen,
sie tragen in erster Linie zu Völkerverständigung und zur Förderung von
Toleranz und Sensibilität bei. Dies wird durch den Verein zur Förderung von
Partnerschaftsbeziehungen zwischen Lünen und Bartin gestärkt.

Diesen aktiven Streitern für interkulturelle Verständigung und ein besseres
Miteinander dürfen wir nicht die Grundlage entziehen indem wir die Städte-
partnerschaft ruhen lassen.

Städtepartnerschaften sind als Instrument der Integration und Migration
unabdingbar.


Uwe Walter
 
 

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